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Übersicht für Januar 2007

Steinbrück gegen Frankreich

Dienstag, 30. Januar 2007 | 15:16

steinbruck.jpgFinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat die Europäische Zentralbank gegen anhaltende Kritik aus Frankreich verteidigt. “Die Unabhängigkeit der EZB ist unantastbar, daran darf es keinen Zweifel geben. Deshalb sind solche Äußerungen nicht hilfreich”, sagte Steinbrück im Gespräch mit dem “Handelsblatt” unter Bezug auf den Wahlkampf in Frankreich.
Seit Wochen ist die Geldpolitik der EZB ein kleiner Bestandteil des französischen Präsidentschaftswahlkampfs. Die Spitzenkandidaten beider großer Parteien, Nicolas Sarkozy und Ségolène Royal, machen die EZB mit ihren Zinssteigerungen für die Euro-Stärke verantwortlich, die Frankreichs Exporte dämpfe. Zudem verlangen beide Politiker, dass sich die EZB nicht nur um Preisstabilität, sondern auch um die Förderung des Wirtschaftswachstums in Europa kümmern soll.

Kürzlich hatte sich bereits Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank ausgesprochen.

Direktinvestitionen in Frankreich um 40 Prozent gestiegen

Dienstag, 30. Januar 2007 | 08:00

villepin.jpgDie ausländischen Direktinvestitionen in Frankreich sind dramatisch gestiegen. Sie legten im vergangenen Jahr um etwa 40 Prozent zu auf 68 Milliarden Euro, nach 48 Milliarden im Jahre 2005 und nur 24 Milliarden 2004. Das erklärte Premierminister Dominique de Villepin (Foto) am Montag in Paris. Diese Investitionen hätten mehr als 35.000 Arbeitplätze geschaffen.

Damit liege  Frankreich weltweit auf Platz 3 und auf Platz 1 im Euroland. “Unser Land ist eines der offensten auf der Welt”, erklärte er. Einer von sieben Franzosen arbeite für ein Unternehmen, das aus dem Ausland stamme; nur einer von 10 in Großbritannien einer von 20 in den USA.

Frankreich hatte im Mai 2006 mit 40 Einzelmaßnahmen seine Attraktivität verbessern wollen.

UN-Konferenz zum Klimawandel in Paris

Montag, 29. Januar 2007 | 16:23

In Paris ist am Montag ein UN-Treffen zum Klimawandel eröffnet worden. Rund 500 Forscher und Beamte beraten dort bis Freitag. Zum Auftakt kletterten etwa 20  Aktivisten von Greenpeace auf den Eiffelturm. Sie hängten oberhalb der zweiten Etage ein Banner aus mit der Aufschrift “It is not too late” (Es ist nicht zu spät).

Handelsblatt: Bei Airbus in Deutschland 5000 Jobs in Gefahr

Montag, 29. Januar 2007 | 13:49

a380.jpgAirbus-Chef Louis Gallois erwägt nach einem Bericht des Handelsblattes, mehrere deutsche Komponentenwerke auszulagern. Die Werke in Nordenham und Varel in Niedersachsen seien akut bedroht, schreibt das Blatt am Montag unter Berufung auf Informationen aus Konzernkreisen.

Betroffen wären davon bis zu 5000 Airbus-Beschäftigte. Derzeit arbeiten mehr als 19 000 Menschen vorwiegend in Norddeutschland für den Flugzeughersteller. “Es sind noch keine Entscheidungen gefallen”, sagte ein Airbus-Sprecher auf Anfrage dem Blatt zufolge.

Für Freitag plant die IG Metall einen Aktionstag gegen Kündigungen. Gallois will am 20. Februar sein Sanierungskonzept “Power8″ vorstellen. Dieses sieht vor, die Kosten bei dem Flugzeughersteller ab dem Jahr 2010 um jährlich zwei Milliarden Euro zu drücken.

Lufthansa: Airbus zum Vorbild nehmen

Montag, 29. Januar 2007 | 13:05

mayrhuber.jpgDer Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber (Foto) hat eine große Fusion bei den europäischen Fluggesellschaften nach dem Vorbild von Airbus angeregt: “Schauen Sie sich Airbus an. Ist es dazu nicht gekommen, weil man in Europa erkannt hat, dass nur Deutschland, Frankreich und Großbritannien gemeinsam eine Größe haben, um sich der US-Dominanz entgegenzustellen?”, fragte er am Montag in einem Interview der “Financial Times Deutschland”.
“Fluglinien müssen in die gleiche Richtung denken, ansonsten werden wir uns Stück für Stück an Anbieter aus den USA oder dem Nahen Osten verkaufen”, erklärte Mayrhuber.

Derzeit wird Alitalia von der römischen Regierung zum Verkauf angeboten.  Lufthansa, Air France und British Airways sind bislang erbitterte Konkurrenten. In den USA toben derzeit Übernahmeschlachten bei den Fluggesellschaften.

Lesetipp: Der Niedergang von Paris St. Germain

Montag, 29. Januar 2007 | 11:23

Die Süddeutsche Zeitung beschäftigt sich am Montag mit den schlechten Leistungen des Fußballklubs Paris St. Germain. Der neue Trainer Paul Le Guen, einst Spieler in Paris, sei ein “Magier ohne Baguette”.  Er habe in seinen ersten Spielen nur zwei Untentschieden und eine Niederlage verbuchen können. Der einst so stolze Klub schwebe in Abstiegsgefahr.

Geschäftsklima in Frankreich konstant

Montag, 29. Januar 2007 | 11:20

Das Geschäftsklima in Frankreich ist im Januar konstant bei 106 Punkten geblieben. Das berichtet die Deka-Bank aus Frankfurt/M. Einer schlechteren Einschätzung der aktuellen Produktion stehe eine leichte Verbesserung der Beurteilung der Auftragsbestände und damit einhergehend eine Aufhellung der eigenen Produktionsaussichten für die nächsten drei Monate gegenüber.

Auch deutsche Vorzieh- und Ausfalleffekte würden in den Daten des Statistikamtes Insee sichtbar. Nach deutlichen Anstiegen in den Vormonaten brach die Einschätzung der Auslandsaufträge bei den Produzenten von Konsumgütern und Automobilen im Januar regelrecht ein.

Die Deka-Bank bleibt skeptisch und rechnet für 2007 nur mit einem Wachstum von 1,6 Prozent für Frankreich.

Forscher sehen französische Häfen zurückfallen

Montag, 29. Januar 2007 | 09:41

Die Wirtschaftsforscher des Hamburger Instituts HWWI sehen die französischen Häfen in den kommenden Jahren zurückfallen, die deutschen dagegen im Boom. Einer Prognose zufolge wird Marseille vom 4. Platz der europäischen Häfen im Jahre 2004 auf Platz 10 absacken bis 2030. Le Havre werde vom 5. Rang auf den 7. Rang fallen.

Hamburg dagegen soll der Prognose zufolge bis 2030 an Antwerpen vorbei auf Platz 2 vordringen, die bremischen Häfen (Bremerhaven und Bremen) von Platz 13 auf Platz 5 vordringen. Für alle Häfen wird ein kräftiges Wachstum vorhergesagt, nur bei manchen soll es stärker ausfallen als bei anderen.

Mehr: www.hwwi.org/fileadmin/hwwi/Publikationen/Update/2007/

HWWI_Update_01.07.pdf

Emmanuelli: Bessere Koordination bei Royal erforderlich

Montag, 29. Januar 2007 | 08:00

emmanuelli.jpgDer sozialistische Spitzenpolitiker Henri Emmanuelli (Foto) hat sich für die Kampagne von Ségolène Royal eine “bessere Koordination” gewünscht. Sie müsse jedem einzelnen der Vorschläge ihres Gegners Nicolas Sarkozy begegnen, erklärte er am Sonntag.
Sarkozy hatte die Umfragen seit seiner Nominierung als offizieller Spitzenkandidat am 14. Januar gewonnen. Vorher lag monatelang Royal vorn. Auch bei einer Umfrage des Instituts CSA, das am Sonntag von “Le Parisien” veröffentlicht wurde, hielten 57 Prozent der Befragten die Wahlkampagne von Sarkozy für “solider” und 45 Prozent für “glaubwürdiger” als die von Royal.

Frankreich schlägt Tunesien 28:26

Montag, 29. Januar 2007 | 00:01

Bei der Handball-WM in Deutschland hat Frankreich Tunesien mit 28:26 geschlagen. Die Mannschaft qualifizierte sich damit am Sonntag abend für das Viertelfinale, ebenso wie Deutschland, das gegen Frankreich am Sonnabend gewinnen konnte.

Europameister Frankreich muss nun am Dienstag um 20 Uhr in Köln gegen Olympiasieger Kroatien spielen. Deutschland spielt ebenfalls am Dienstag in Köln (17.30 Uhr) gegen Weltmeister Spanien. Nur die jeweiligen Sieger kommen weiter.