Das preisgekrönte Magazin für frankophile Internauten

Übersicht für Juli 2007

Sommerpause bei Frankreich-heute

Freitag, 27. Juli 2007 | 11:30

handelsblatt_schultz1.jpgLiebe Leser,
Frankreich-heute verabschiedet sich in die französischen Sommerferien. In den kommenden drei Wochen werden diese Seiten nur sporadisch aktualisiert. Am 15. August sind wir wieder da.

Bonnes vacances à tous!

Harald Schultz

Uni-Reform jetzt schon im Parlament

Montag, 23. Juli 2007 | 17:54

LES ECHOS, LA CROIX und LIBERATION berichten am Montag über den Gesetzesentwurf zur Universitätsreform. Das schreibt die deutsche Botschaft.
Die Uni-Reform wird seit heute von der Assemblée Nationale diskutiert und werde von der Linken wie auch von der Rechten als dringend gesehen würde (LIBERATION). Die Sozialisten bemängelten an dem Gesetzesentwurf zwar fehlenden Ehrgeiz, würden aber auch nicht minder die Autonomie der Universitäten für notwendig erachten, wie auch in ihrem eigenen Präsidentschaftswahlprogramm vorgesehen. “Im Rahmen einer Logik der “konstruktiven Opposition” hätten sie ihre Abwesenheit für den Zeitpunkt der Abstimmungen durchblicken lassen” (LES ECHOS).

Sozialversicherung sackt tief in die roten Zahlen: 12 Milliarden Minus 2007

Montag, 23. Juli 2007 | 17:51

LE MONDE und LE FIGARO schreiben am Montag über vom Senat geforderte Reformen der Sozialversicherung. Das berichtet die deutsche Botschaft.
Die Kommission für soziale Angelegenheiten im Senat habe sich in ihrem Bericht besorgt über das Abrutschen des Defizits im Bereich der Sozialversicherungen auf geschätzte 12 Mrd. Euro für 2007 gezeigt. Um der Verschuldung Einhalt zu gebieten forderten die Senatoren strukturelle Reformen aller Bereiche des Sozialversicherungssystems fordern, so LE MONDE.

Der Bericht erinnere die öffentliche Hand an die “dramatische Unzulänglichkeit”, der für den Sozialversicherungsbereich vorgesehenen Mittel. Durch die geplante Nichtbesteuerung von Überstunden würden weitere Summen fehlen. Das Problem mit dem sich das Sozialversicherungssystem konfrontiert sehe, sei insofern die Sicherstellung der geringst möglichen Neuverschuldung für die Zukunft bei gleichzeitigem Ausgleich der Defizite der Vergangenheit (LE FIGARO).

Das Defizit der Sozialversicherung geht ein ins gesamtstaatliche Defizit, das laut Maastricht-Vertrag nicht mehr als 3,0 Prozent der Wirtschaftsleistung betragen darf.

Gordon Brown bei Sarkozy: Wir gehen zusammen in den Tschad

Montag, 23. Juli 2007 | 17:48

LE MONDE, LES ECHOS berichten am Montag  über den Besuch des neuen britischen Premierministers Gordon Brown bei Staatspräsident Sarkozy am Freitag. Das schreibt die deutsche Botschaft. Beide Männer haben sich als dazu bereit erklärt, gemeinsam in den Sudan und in den Tschad zu gehen. Frankreich versucht auch Deutschland zu einem Militäreinsatz zu bewegen.
LES ECHOS berichtet darüber, dass beide das “alte gute Verhältnis” der beiden Staaten betont, jedoch dabei hinsichtlich ihrer unterschiedlichen Ansichten der Rolle Europas bei der Globalisierung und der Liberalisierung des Welthandels (der von Frankreich vertretene “wirtschaftliche Patriotismus” sei vom britischen Schatzkanzler Alistair Darling als absurd bezeichnet worden) geschwiegen hätten.
Paris und London wollten beide eine Reduktion der Mehrwertsteuer auf ökologisch saubere Produkte einführen wollen und ihre jeweiligen Finanzminister binnen kürzester Zeit beauftragen, dieses Projekt der EU-Kommission vorzustellen (LES ECHOS). Ebenfalls habe PM Brown versichert, dass er die Kandidatur des ehemaligen Finanzministers Dominique Strauss-Kahn für den Internationalen Währungsfonds unterstütze. Ein Thema, das Großbritannien bisher verärgert habe, so LE MONDE.

Neuerliche EU-Befürchtungen wegen Polen

Montag, 23. Juli 2007 | 17:42

Die französsiche Presse berichtet am heutigen Montag über die in Brüssel mit einem Außenminister-Treffen beginnende Regierungskonferenz. Das schreibt die deutsche Botschaft in Paris.
Ziel ist es, den auf dem EU-Gipfel im Juni beschlossenen EU-Vertrag zu verfassen. Berichte finden sich in LE FIGARO, LES ECHOS sowie drei Seiten in LA CROIX. LE FIGARO berichtet, dass die 27 Minister eine neuerliche Kehrtwendung Polens befürchteten. Die Kaczynski-Brüder seien versucht, den im Juni geschlossenen Kompromiss insbesondere hinsichtlich des neuen Abstimmungsverfahren, welches sie für ihr Land als unvorteilhaft sehen, platzen zu lassen. Der polnische Premierminister behaupte, eine “mündliche Zusage bekommen zu haben, wonach eine Minderheit der Mitgliedsstaaten für einen Zeitraum von 2 Jahren von 2007 an die Mehrheitsentscheidungen blockieren könne”. Dies sei jedoch “genau so eine Angelegenheit, die die Mehrheit der 27 vermeiden wolle, wissend, dass das gesamte Einvernehmen platzen könne, wenn ein wichtiges Detail in Frage gestellt werde.

Cécilia Sarkozy erneut in Libyen - Auswärtiges Amt in Berlin verstimmt

Montag, 23. Juli 2007 | 17:37

LE FIGARO, PARISIEN und LIBERATION berichten über einen neuerlichen  Besuch Madame Sarkozys in Libyen, um die letzten Details zur Freilassung der Krankenschwestern zu besprechen, so LE FIGARO. Das berichtet die  deutsche Botschaft.

Gleichzeitig findet sich in der aktuellen Ausgabe des Spiegels eine Geschichte, wonach Frau Sarkozy durch ihr Verhalten die Einigung mit Libyen in Gefahr gebracht haben soll. Die Verhandlungen habe neben der EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner vor allem Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier als Vertreter der EU-Ratspräsidentschaft erfolgreich geführt. Aus der Geschichte ist eine Verstimmung des Auswärtigen Amts in Berlin gegenüber dem neuen Präsidenten Nicolas Sarkozy zu lesen.
Mehr:
http://www.spiegel.de/

Türkei, Bus, EU und andere Themen dominieren die Presse

Montag, 23. Juli 2007 | 17:30

Die französische Presse macht am Montag auf mit sehr unterschiedlichen Themen, vor allem aber mit den Ergebnissen der Türkei-Wahl. Das berichtet die deutsche Botschaft.

Hier die Aufmacher: LE MONDE: Türkei: Islam und Demokratie im Mittelpunkt der Wahlen,  und LE FIGARO: Türkei: Absolute Mehrheit für die Islamisten) machen mit den Parlamentswahlen in der Türkei auf. LES ECHOS: Biomedizinische Forschung: die Gründe für den Rückstand Frankreichs), LE PARISIEN: Polnischer Reisebus stürzt in eine Schlucht, L’HUMANITE (Eine Angestellte hat versucht sich das Leben zu nehmen: Hilferuf der Verzweiflung beim Mobilfunkunternehmen SFR) und LA CROIX: Die EU schreibt ihren Vertrag um.

Die Berichterstattung über einen sicheren Wahlsieg der regierenden AKP findet sich in allen Blättern. LE MONDE merkt in der Vorberichterstattung an, dass die Zurückweisungen der EU gegenüber der Türkei den Anstieg des Nationalismus in der Türkei unterstützt habe. LE FIGARO berichtet, dass der Wahlgewinner PM Erdogan wagemutig auf den Willen seiner Landsleute, sich der globalisierten Außenwelt zuzuwenden, gewettet und gewonnen habe. Die Verteufelung der religiös-konservativen Erdogan-Partei AKP habe nicht funktioniert. Das Blatt fragt sich, ob hiermit die sekuläre Orthodoxie der Türkei in Frage gestellt werde.

Erdogan habe im Wahlkampf versichert, dass diese nicht angetastet würde “oder zumindest, dass die Zeit noch nicht gekommen sei”, so LE FIGARO. Die Wahlergebnisse würden jedoch kein Ende in dem Kräfteringen zwischen der AKP und dem Militär bringen. Das Militär, dass sich mit einer “Mitternachtserklärung” erneut ins politische Leben eingeladen habe, habe ohne Zweifel sein letztes Wort noch nicht gesprochen.

Frankreich kritisiert Schwäche von Yüan und Yen

Montag, 23. Juli 2007 | 16:05

Frankreich hat die Schwäche von Yüan und Yen kritisiert und hofft auf eine Hilfe durch die Europäische Zentralbank, wenn diese auch unabhängig bleiben soll.
jouyet.jpgIn Laibach/Slowenien sagt Europa-Staatssekretär Jean-Pierre Jouyet (Foto) laut französischer Botschaft: “Derzeit - das kann keiner leugnen - sind wir mit Entwicklungen konfrontiert, die mit einer Unausgeglichenheit zwischen den wirtschaftlichen Leistungen bestimmter Länder und dem Wert der Währung zu tun haben. Das gilt hauptsächlich für die asiatischen Währungen Yüan und Yen. Ich sage nicht, dass diese Probleme leicht zu lösen sind - es ist natürlich ein komplexes Thema. Die Vorgehensweisen müssen eingehalten werden, die Bank muss ihren Platz haben, ihre Rolle spielen, sie handelt unabhängig. Es scheint mir aber nicht verwerflich zu sein, wenn man behauptet, es bestehe ein Problem der Unausgeglichenheit zwischen bestimmten Regionen der Welt bei den wirtschaftlichen Leistungen und dem Wert der Währung.

Jouyet fügte hinzu: “Ich sage es hier ganz deutlich allen unseren Partnern und insbesondere unseren deutschen Partnern: Für uns geht es keineswegs darum, die Unabhängigkeit, die Satzung, den Vertrag über die Befugnisse der Europäischen Zentralbank in Frage zu stellen.

Lesetipp: Pascale Hugues und ihre wiedergefundene Liebe zu Reinhard Mey

Sonntag, 22. Juli 2007 | 16:17

hugues.jpgDer Berliner Tagesspiegel hat ein schönes Stück der wunderbaren Pascale Hugues (Foto): Wie sie sich in Reinhard Mey verliebte, warum sie ihn irgendwann überhaupt nicht mehr mochte - und wieso sie ihn nun wieder liebt. Unter dem leider irreführenden Titel: “Wie ich verlernte, Reinhard Mey zu lieben”.

Mey ist in Frankreich unter dem Namen Frédérik Mey bekannt geworden, weil er viele seiner Chansons auf Französisch gesungen hat und in Frankreich aufgetreten ist. In diesem Jahr wird er 65 Jahre alt.
http://www.tagesspiegel.de/

Frankreich-heute auf 3 Sat

Sonntag, 22. Juli 2007 | 15:29

dfjp.jpgFrankreich-heute wird heute im Fernsehen gezeigt: Heute abend um 18.30 Uhr bringt 3Sat einen Beitrag über die Preisträger des deutsch-französischen Journalistenpreises 2007. Der Autor ist Norbert Carius vom Saarländischen Rundfunk.
cariusberlin29507-004.jpgHier die Ankündigung des Senders (Foto: Französischer Dom in Berlin): “Seit einem halben Jahrhundert sind Deutschland und Frankreich befreundete Nationen, und das Pathos der Annäherung hat längst einem selbstverständlichen Miteinander Platz gemacht. Dennoch ist man sich irgendwie fremd geblieben; vor allem die Franzosen schauen immer noch mit einer Mischung aus Bewunderung und Unverständnis auf den östlichen Nachbarn.

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Die Preisträger des Deutsch-Französischen Journalistenpreises 2007 (Fotos: Verleihung bei Radio France, Empfang in der deutschen Botschaft) gehen diesem ambivalenten Verhältnisauf den Grund: in Paris und Berlin, bei den Demonstrationen gegen den G-8-Gipfel in Rostock und am Grab von Heinrich Heine.

Wiederholt wird die Sendung am Montag morgen um 2.40 Uhr auf 3Sat.

Mehr:
http://www.sr-online.de/