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Übersicht für Juli 2007

Polnischer Pilgerbus stürzt bei Grenoble in eine Schlucht: 26 Tote

Sonntag, 22. Juli 2007 | 15:05

In den französischen Alpen ist ein polnischer Pilgerbus in eine 40 Meter tiefe Schlucht gestürzt. Dabei kamen mindestens 26 Menschen ums Leben. 24 weitere wurden verletzt, zwölf davon schwebten am Sonntag nachmittag noch in Lebensgefahr. Der Bus brannte völlig aus.
Das Unglück ereignete sich auf einem Straßenstück mit sieben Prozent Gefälle, südlich von Grenoble auf der “Route Napoléon”. Möglicherweise versagten die Bremsen des Busses: Augenzeugen sprachen von schwarzem Rauch am Bus vor seinem Absturz.

An der gleichen Stelle war 1973 schon ein belgischer Bus verunglückt. Damals starben 43 Menschen.

Air France will Iberia kaufen

Freitag, 20. Juli 2007 | 17:46

Air France will nun auch Iberia kaufen. Die Firma, die sich erst 2003 die KLM einverleibt hat, hat ein Angebot abgegeben. Das berichtet das Handelsblatt unter dem Titel “Forsche Franzosen”. Die Lufthansa betrachte das Ganze misstrauisch.
Selber lesen: 
http://www.handelsblatt.com/

Sarkozy wird geschätzt

Freitag, 20. Juli 2007 | 17:29

LIBERATION berichtet, dass die Politik der Öffnung Sarkozys zum Erfolg geführt habe. Das schreibt die deutsche Botschaft.
Laut einer für LIBERATION durchgeführten Umfrage haben 67 Prozent  der Franzosen ein positives Bild vom Staatspräsidenten, 10 Prozentpunkte mehr als noch vor zwei Monaten.

Affäre Clearstream: Ex-EADS-Manager Gergorin vernommen

Freitag, 20. Juli 2007 | 17:27

LE MONDE, LE FIGARO und  LIBERATION berichten über die Vernehmung von Jean-Louis Gergorin, Ex-Vizepräsident von EADS, in der Clearstream-Affäre. Das schreibt die deutsche Botschaft.
Er habe, so LE FIGARO, durch seine 12stündige Vernehmung den Richtern “eine neue Version der Clearstream-Affäre” präsentiert. Die Vernehmung Gergorins habe die zentrale Rolle Jacques Chiracs bestätigt. Der Schatten, welchen die Akte Clearstream auf Chirac werfe, würde nicht aufhören weiter zu wachsen, resümiert LIBERATION.

Es war dabei darum gegangen, Nicolas Sarkozy zu diskreditieren. Bisher herrschte der Eindruck vor, der frühere Premier Dominique de Villepin habe eine bedeutende Rolle gespielt.

Mindestdienst in der Bildung lässt Wogen hochschlagen

Freitag, 20. Juli 2007 | 17:24

Der Gesetz zum Minimaldienst im Schienennahverkehr und die mögliche Ausweitung auf den Bildungssektor lassen die Wogen hochschlagen in Frankreich. Das berichtet die deutsche Botschaft am Freitag unter Berufung auf verschiedene Zeitungen.
Das Gesetz zum Mindestdienst im Schinennahverkehr wurde gestern im Senat angenommen. Nach LE FIGARO ist die Behandlung des Bildungssektors erstmal auf später verschoben worden, iim Gegensatz zur Erweiterung der Einführung eines “service minimum” auf andere Verkehrssektoren. 

LES ECHOS titelt:  “Die Regierung will das Spiel beruhigen ohne sich irgendetwas zu verbieten”. L’HUMANITE kommentiert “Die Rolle des Premierministers sei es gewesen, Öl ins Feuer zu gießen, um eine Zukunft vorzubereiten, die der Staatspräsident wünscht, ohne dass er alles sagen muss”.

Sarkozy traf tschadischen Präsidenten

Freitag, 20. Juli 2007 | 17:19

LE FIGARO und LIBERATION berichten am Freitag, dass Präsident Sarkozy seinen tschadischen Kollegen Déby am Mittwoch in Paris getroffen habe. Das schreibt die deutsche Botschaft. Frankreich will offenbar auch deutsche Truppen in den Tschad senden, um eine humanitäre Brücke in den Sudan aufzubauen.

Der Präsident des Tschads sei grundsätzlich aufgeschlossen zur Entsendung einer europäischen Friedenstruppe in den Osten seines Staates. Er habe jedoch gleichfalls erklärt, dass die Diskussionen hierüber noch nicht beendet seien.

Spannungen wegen Cécilia Sarkozy klingen angeblich ab

Freitag, 20. Juli 2007 | 17:15

LE FIGARO berichtet am Freitag, die Spannungen zwischen Brüssel und Paris wegen des Besuches von Madame Sarkozy in Libyen klängen ab. Bei einem Gespräch mit Staatspräsident Sarkozy in Paris habe EU-Kommissarin Ferrero-Waldner betont, dass jede Aktion eines Mitgliedsstaates, die darauf abzielt, die Rückkehr der bulgarischen Krankenschwestern herbeizuführen, willkommen sei. Dies sei das gemeinsame Ziel aller.

Jacques Chirac vom Untersuchungsrichter vernommen

Freitag, 20. Juli 2007 | 17:08

chirac-adieu-058.jpgDie Aufmacher der französischen Presse am Freitag betreffen die richterliche Vernehmung Jacques Chiracs (Foto: bei seiner Abschiedsrede) in der Parteispendenaffäre. Das berichtet die deutsche Botschaft.
LE MONDE titelt “M. Chirac von einem Richter vernommen”. LE FIGARO macht auf mit “Zurück zu den Affären”. Auch LIBERATION (”Ende der Flucht für Chirac”), LE PARISIEN (”Was Chirac wirklich riskiert“) und LA CROIX (”Jacques Chirac, einfach justiziabel”) beschäftigen sich mit dem Thema.

Chirac wurde als Zeuge mit juristischem Beistand vernommen. LE MONDE veröffentlicht einen Gastbeitrag Chiracs mit dem Titel “Politische Finanzierung: Was ich den Franzosen sagen möchte”.

Nach LE FIGARO ist die Verteidigungslinie Chiracs durch die Vernehmung nun etwas klarer geworden: “Die früheren Praktiken rechtfertigend, übernimmt Chirac die Verantwortung in seiner Eigenschaft als früherer Parteichef der RPR, negiert jedoch, in der Küche mitgemischt zu haben”.

Nach LA CROIX lässt sich aus der Vernehmung Chiracs folgende Kernaussage entnehmen: “Ich war nicht auf dem Laufenden; ich habe mich nicht darum gekümmert.” Aus dem Elysée-Palast des neuen Präsidenten wie auch von der Regierungspartei UMP sei kein Kommentar zu der Befragung abgegeben worden. Überhaupt würden sowohl Sarkozy als auch Fillon seit ihrer Amtsaufnahme nie, oder zumindest fast nie, ein Wort über ihre Vorgänger verlieren, so LE FIGARO. LES ECHOS spricht von einer Premiere (Chirac ist der erste ehemalige Staatspräsident, der als Zeuge mit juristischen Beistand vernommen wurde), “die Chirac versucht hatte zu banalisieren.”

Wussten Sie eigentlich?

Freitag, 20. Juli 2007 | 12:26

Dass der 20. Juli in Paris seinen größten Erfolg errang? Die Verschwörer des Heeres besetzten am Abend die SS- und Sicherheitsdienst-Quartiere in Paris. Rund 1200 Mann entwaffnete SS- und Polizeiverbände wurden in den Gewahrsam des Heeres gebracht. Der Aufstand in Paris brach erst zusammen, als klar war, dass er in Berlin gescheitert war.

Die deutschen Militärs in Frankreich kämpften zu dem Zeitpunkt mit der alliierten Invasion in der Normandie und spürten früher als jene in Deutschland, dass der Krieg für sie verloren war.

Am 20. Juli wurde Caen nach heftigen Kämpfen befreit, wenngleich die Alliierten es auch erst später schafften, komplett aus der Normandie auszubrechen. In Caen befindet sich heute ein großes Museum der allierten Invasion, das Memorial de Caen.

Mehr: 
http://www.memorial-caen.fr/ 

Lesetipp: Wird Gallois bei EADS zum Über-Chef?

Freitag, 20. Juli 2007 | 07:00

Louis Gallois wird angeblich mächtiger bei EADS als bislang bekannt. Demnach hat er auch das Vorschlagsrecht für die unabhängigen Mitglieder des Verwaltungsrates. Auffällig ist, dass Präsident Sarkozy in seiner Pressekonferenz in Toulouse Gallois und die anderen Franzosen breit erwähnt hatte, den Deutschen Tom Enders als neuen Airbus-Chef dagegen nur ganz am Rande.

Selber lesen:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,495410,00.html

http://www.botschaft-frankreich.de/IMG/sarkozy_merkel_PK.pdf

http://www.botschaft-frankreich.de/IMG/sarkozy_merkel_erklaerung.pdf