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Übersicht für September 2007

Die Zeit bezeichnet Sarkozy als “Le Kraftmeier”

Donnerstag, 20. September 2007 | 14:38

Die Hamburger Wochenzeitung “Die Zeit” hat in ihrer heutigen Ausgabe eine sehr kritische Geschichte über die Außenpolitik von Nicolas Sarkozy unter dem Titel “Le Kraftmeier”.

Vorgelesen zu finden unter:

www.zeit.de/audio

Frankreich sieht sich als Großmacht neben den USA und Großbritannien

Donnerstag, 20. September 2007 | 13:59

morin.jpgDie neue französische Regierung hat offiziell einen Anspruch als Großmacht neben den USA und Großbritannien angemeldet. Verteidigungsminister Hervé Morin (Foto) sagte bei einem Vortrag in Toulouse: “Heute sind letztlich nur die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Frankreich in der Lage, konventionelle Einsätze im Ausland auf Dauer und unabhängig zu gewährleisten. Unsere europäischen Nachbarn, Deutschland, Spanien und Italien, erbringen nur bescheidene Verteidigungsanstrengungen (weniger als 1 % der Wirtschaftsleistung) und sind weitgehend von der NATO abhängig.”

Das berichtet die französische Botschaft.

Selber lesen:

http://www.botschaft-frankreich.de/

Gloser trifft französische Parlamentarier

Mittwoch, 19. September 2007 | 11:25

Der Koordinator für die deutsch-französischen Beziehungen, Günter Gloser, trifft am morgigen Donnerstag um 15.00 Uhr in Berlin eine Delegation des EU-
Ausschusses der französischen Nationalversammlung. Das Treffen findet in der Parlamentarischen Gesellschaft am Reichstag statt. Das berichtet die Bundesregierung.

Montferrand wird Botschafter in Berlin

Mittwoch, 12. September 2007 | 10:11

Wachwechsel in der französischen Botschaft in Berlin: Der neue Botschafter heißt Bernard Faubournet de Montferrand. Das erfuhr Frankreich-heute aus gut unterrichteten Kreisen. Sein Amt tritt er am 1. Oktober an. Der 62jährige ist ein Vertrauter des ehemaligen Premiers Edouard Balladur war zuvor diplomatischer Berater im Außenministerium und davor Botschafter in Japan. Einst war er auch Botschafter in Indien, Singapur und den Niederlanden.

Berlin kennt er gut, denn er war einst Mitarbeiter der französischen Militärregierung von Berlin.

Sein Vorgänger Claude Martin (63) verlässt die Botschaft schweren Herzens nach acht Jahren. Er hatte den Umzug von Bonn nach Berlin gemanagt und als erster die neue Botschaft am Pariser Platz bezogen. Er gilt als Vertrauter von Jacques Chirac.

Wachstumsschwäche beschäftigt Regierung

Freitag, 07. September 2007 | 17:42

lagarde2.jpgDie Reaktionen von Staatspräsident Sarkozy und der Wirtschafts- und Finanzministerin Christine Lagarde (Foto) zu einem negativen OECD-Konjunkturbericht für Frankreich werden am Freitag in allen Zeitungen ausführlich behandelt. Das berichtet die deutsche Botschaft.
Frankreich halte weiterhin an der Wachstumsprognose von 2,25% fest. Die OECD hatte ihre Vorhesage auf 1,8 Prozent gesenkt. Lagarde und Sarkozy seien entschlossen, die Konjunkturerwartungen nicht aufgrund eines schlechten dritten Quartalsergebnisses zu revidieren.

Vielmehr soll gegebenenfalls das gewünschte Wirtschaftswachstum durch eine Verstärkung der Arbeitsreformmaßnahmen erreicht werden. Diese Haltung sehen die Zeitungen differenziert betrachtet und mehrere Blätter bringen analytische Berichte zu dieser Problematik.

Die heute beginnenden Gespräche der Sozialpartner zu Arbeitsmarkt- und Rentenreform sind in diesem Zusammenhang ebenfalls Thema der Berichterstattung. Es gehe bei den Gesprächen auch um die Glaubwürdigkeit der Sozialpartner.

Elsässer Parteifreunde sollen besänftigt werden

Freitag, 07. September 2007 | 17:37

Die heutige Kabinettssitzung in Straßburg wird von den Zeitungen als Versöhnungsmaßnahme von Staatspräsident Sarkozy mit der örtlichen Regierungspartei UMP im Elsass gesehen. Das schreibt die deutsche Botschaft.
Diesen Besuch habe Sarkozy der Parteibasis versprochen, nachdem die Vergabe eines Regierungsamtes an den sozialistischen Bürgermeister von Mülhausen, Jean-Marie Bockel, dort Unruhe ausgelöst hat.

Schwaches Wachstum Thema Nr. 1

Freitag, 07. September 2007 | 17:34

fotos19807-108.jpgDas schwache Wirtschaftswachstum beschäftigt die Zeitungen am Freitag in Frankreich. Aber auch die Entschlossenheit des Staatspräsidenten, das gesteckte Wachstumsziel doch noch zu erreichen. Das berichtet die deutsche Botschaft.
Viel beachtet werden auch seine Pläne zur Reform des Wirtschaftsstrafrechts. Weiterhin wird auf die heutige ins Elsass verlegte Kabinettsitzung eingegangen.

Fast alle Blätter schreiben sich ausführlich und auch auf den Titelseiten über den Beginn der Rugby-Weltmeisterschaft: Das Ball-Fieber steigt angesichts des heute abend im Stade de France stattfindenden Eröffnungsspiels Frankreich-Argentinien an.

Rugby-WM beginnt in Frankreich

Donnerstag, 06. September 2007 | 16:56

In Frankreich beginnt am morgigen Freitag die Rugby-WM. Der Sport der Angelsachsen ist vor allem in Südwestfrankreich bedeutend. Er ist dort wichtiger als Fußball. Weltmeister ist England.
Das Gastgeberland, das letztes Mal Vierter wurde, tritt als erstes an gegen Argentinien. Dazu hat die Botschaft in Berlin ein paar Informationen zusammengestellt. Deutschland war schon in der Qualifikation an Spanien gescheitert.
Selber lesen:
http://www.botschaft-frankreich.de/

Strauss-Kahn will mehr Einfluss für Schwellenländer

Donnerstag, 06. September 2007 | 15:20

strauss-kahn.jpgDer französische Kandidat für den Chefposten beim Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn (Foto), will die Organisation reformieren.

Die Schwellenländer fühlten sich nicht genügend im Fonds vertreten, schrieb Strauss-Kahn auf seiner Internet-Seite. “Um der Legitimität des IWF neue Geltung zu verschaffen, müssen diese Länder ein gewichtigeres Wort mitreden können und eine effektivere Vertretung bekommen.”

Die “Dynamik der Entscheidungsfindung” müsse geändert werden, um den Einfluss der Entwicklungs- und Schwellenländer deutlich zu verbessern. Aufgabe des Fonds sei es, die armen Länder bei ihren Bemühungen zu unterstützen, sich in die Weltwirtschaft zu integrieren.

Selber lesen:
http://www.dsk-imf.net/ 

EZB verzichtet auf Zinserhöhung

Donnerstag, 06. September 2007 | 14:07

Die Europäische Zentralbank hat auf die noch Anfang August angedeutete Zinserhöhung verzichtet. Sie ließ den Leitzins bei 4,0 Prozent.

Hintergrund ist die US-Hypothekenkrise, der in den letzten Wochen schon zwei deutsche Banken zum Opfer gefallen sind. Eine Zinserhöhung
hätte die Krise verschlimmert, denn Bau- und andere Kredite
wären dadurch noch teurer geworden.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag erklärte, die Entscheidung werde Entlastung bei den Kreditkonditionen im Mittelstand bringen und nähre die Hoffnung, dass die Unternehmen ihre Investitionspläne aufrechterhielten. 

Um die Zinsen auch im Interbankengeschäft zu senken, die am Mittwoch
mit 4,6 Prozent den höchsten Stand seit sechs Jahren erreicht hatten,
teilte die EZB gleichzeitig den Banken weitere 42,2 Milliarden Euro
zu einem Durchschnittszins von 4,13 Prozent zu.

Die französische Wirtschaftsministerin Christine Lagarde hatte sogar
eine Zinssenkung der EZB gefordert.

Außerdem wird allgemein erwartet, dass die US-Notenbank im September ihre Zinsen sogar senkt.

Die EZB hatte seit 2005 die Zinsen von 2,0 auf 4,0 Prozent verdoppelt, um die Inflation im Aufschwung zu dämpfen.