Nicolas und Cécilia Sarkozy sind schon geschieden
Donnerstag, 18. Oktober 2007 | 16:58Der französische Präsident Nicolas Sarkozy und seine Frau Cécilia haben sich scheiden lassen. Das sei im beiderseitigen Einvernehmen geschehen, erklärte der Elysee-Palast am Donnerstag nachmittag. Zwei Stunden zuvor hatte der Palast nur die Trennung der beiden bekannt gegeben.
Ihre gemeinsame Anwältin Michèle Cohen sagte, die Scheidung sei ohne Probleme verlaufen. Das Paar hat einen gemeinsamen Sohn (10) sowie jeweils zwei Kinder aus vorherigen Ehen.
Wenige Monate nach seiner Wahl ist Sarkozy der erste französische Präsident, der geschieden wurde. Die sexuellen Eskapaden von Francois Mitterrand und die Geburt einer Tochter hatten einst nicht zu einer Scheidung geführt.
Sarkozy und seine Frau hatten sich bereits 2005 getrennt, waren dann aber wieder zusammengekommen. Die französische Presse hatte seit Tagen über die Trennung spekuliert und am Donnerstag sogar den Bahnstreik vom Aufmacherplatz verdrängt.
In Deutschland folgt auf eine Trennung mindestens ein Jahr Zeit, bevor man sich einvernehmlich scheiden lassen kann. Sollte einer nicht einverstanden sein, muss die Trennung drei Jahre gedauert haben.
Sarkozy flog am Donnerstag nach Lissabon zum europäischen Gipfel.
Die Tageszeitung Le Monde hat die Entwicklung bei EADS scharf kritisiert. In der Übersetzung des Bundespresseamtes kommentiert sie so: “Als Symbol für den industriellen Ehrgeiz Europas ist EADS kein Unternehmen wie alle anderen … Dieser strategische Platz im Herzen der europäischen Wirtschaft erlegt der Unternehmensführung von EADS und Airbus Pflichten auf.
Der Vorstoß Frankreichs für verschärfte Sanktionen gegen Iran wird in Berlin abgelehnt und könnte die EU insgesamt spalten. Ein Sprecher des deutschen Auswärtigen Amtes wollte nach einem Treffen von Minister Frank-Walter Steinmeier mit Bernard Kouchner (Fotos) in Berlin zu dem französischen Vorstoß ausdrücklich keine Stellung nehmen. Das Thema werde beim EU-Außenrat in Luxemburg zur Sprache kommen, hieß es lediglich.
Der französische Premierminister Francois Fillon (Foto) hat Vorwürfe zurückgewiesen, sein Staat sei in Insidergeschäfte bei EADS involviert gewesen. “Die Art und Weise, wie einige EADS-Manager kritisiert werden, ist sehr ernst“, sagte Fillon vor dem französischen Senat. Der Staat sei aber in keiner Weise bei dem Verkauf von EADS-Aktien von privaten Besitzern beteiligt gewesen.
