Forum zur deutsch-französischen Forschungskooperation in Paris
Freitag, 29. Februar 2008 | 14:25
Eine engere Zusammenarbeit in der Forschungspolitik ist das Ziel des dritten Forums zur deutsch-französischen Forschungskooperation, das am heutigen Freitag in Paris stattfindet. Das berichtete das Forschungsministerium in Berlin. Geleitet wird es von der französischen Ministerin Valérie Pécresse (Foto).
Die wichtigsten Akteure der Forschungspolitik beider Länder sollten beraten über gemeinsame Herausforderungen: Klimawandel, Hochschulen und Forschungszentren, die Weiterentwicklung der Forschungsinfrastrukturen, die Wechselwirkung von Wissenschaft und Wirtschaft sowie eine bessere Kooperation zwischen deutschen und französischen Forschungs- und Förderorganisationen.
Strategische Partnerschaften abschließen wollen das Atomforschungszentrum Jülich und das Commisariat à l’Energie Atomique (CEA), die Leibniz-Gemeinschaft und das Institut national de la recherche agronomique (INRA) sowie die Fraunhofer-Gesellschaft und die Association des Instituts Carnot. Dabei geht es um das Höchstleistungsrechnen, neue Energietechniken, die Nanowissenschaften,das Weizen- und das Gerstengenoms, die Ernährung sowie um Forschung und Entwicklung mit der Industrie.
Bundesforschungsministerin Annette Schavan und ihre französische Kollegin Valérie Pécresse sollten am Abend zusammen mit dem Präsidenten der Alexander von Humboldt-Stiftung, Professor Helmut Schwarz, in einer Festveranstaltung die diesjährigen Träger des deutsch-französischen Gay-Lussac-Humboldt-Preises auszeichnen.
Preisträger sind: Prof. Dr. Friedhelm Bechstedt, Physik, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Prof. Dr. Jörg Hacker, Mikrobiologie, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Prof. Dr. Johannes Masing, Staatsrecht, Albert-Ludwig-Universität Freiburg im Breisgau, Prof. Dr. Jörg Rüpke, Geschichte der frühen Religionen im Mittelmeerraum, Universität Erfurt, Prof. Dr. Hans-Joachim Werner, Theoretische Chemie, Universität Stuttgart, Prof. Jean Jacod, Mathematik, Université Pierre et Marie Curie - Paris 6, Prof. Patrice Pavis, Theaterwissenschaften, Université Paris 8, Prof. Clément Sanchez, Chemie, Université Pierre et Marie Curie - Paris 6.

Die französische Finanzministerin Christine Lagarde hat einen Termin mit ihrem deutschen Amtskollegen Peer Steinbrück in Paris abgesagt. Das kommt kurz nach der Absage eines Spitzentreffens durch Präsident Nicolas Sarkozy mit Angela Merkel am 3.3.
Der deutsche Finanzstaatssekretär Thomas Mirow soll als Chef der Londoner Osteuropa-Bank EBWE auf den Franzosen Jean Lemierre folgen. Das schlägt die Bundesregierung vor. Mirow könnte die Zustimmung Frankreichs erhalten, denn er spricht sehr gut Französisch und wurde 1953 in Paris geboren. Lemierre will am 2. Juli abtreten.
Der Deutsch-französische Wirtschaftsclub Paris (CEFA) lädt am 11. März zu einem Vortrag mit Abendessen über das Thema “Muss die Lissabon-Strategie der EU neu formuliert werden?”
Es spricht auf Französisch der Ökonom Philippe Herzog, Präsident des Vereins “Confrontations Europe” und Mitglied des Rates für Ökonomische Analyse beim Premierminister. Herzog besuchte die Ecole Polytechnique und war einst jahrelang kommunistischer Europa-Abgeordneter, bevor er 1996 die Partei verließ.