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Türkei, Bus, EU und andere Themen dominieren die Presse

Die französische Presse macht am Montag auf mit sehr unterschiedlichen Themen, vor allem aber mit den Ergebnissen der Türkei-Wahl. Das berichtet die deutsche Botschaft.

Hier die Aufmacher: LE MONDE: Türkei: Islam und Demokratie im Mittelpunkt der Wahlen,  und LE FIGARO: Türkei: Absolute Mehrheit für die Islamisten) machen mit den Parlamentswahlen in der Türkei auf. LES ECHOS: Biomedizinische Forschung: die Gründe für den Rückstand Frankreichs), LE PARISIEN: Polnischer Reisebus stürzt in eine Schlucht, L’HUMANITE (Eine Angestellte hat versucht sich das Leben zu nehmen: Hilferuf der Verzweiflung beim Mobilfunkunternehmen SFR) und LA CROIX: Die EU schreibt ihren Vertrag um.

Die Berichterstattung über einen sicheren Wahlsieg der regierenden AKP findet sich in allen Blättern. LE MONDE merkt in der Vorberichterstattung an, dass die Zurückweisungen der EU gegenüber der Türkei den Anstieg des Nationalismus in der Türkei unterstützt habe. LE FIGARO berichtet, dass der Wahlgewinner PM Erdogan wagemutig auf den Willen seiner Landsleute, sich der globalisierten Außenwelt zuzuwenden, gewettet und gewonnen habe. Die Verteufelung der religiös-konservativen Erdogan-Partei AKP habe nicht funktioniert. Das Blatt fragt sich, ob hiermit die sekuläre Orthodoxie der Türkei in Frage gestellt werde.

Erdogan habe im Wahlkampf versichert, dass diese nicht angetastet würde “oder zumindest, dass die Zeit noch nicht gekommen sei”, so LE FIGARO. Die Wahlergebnisse würden jedoch kein Ende in dem Kräfteringen zwischen der AKP und dem Militär bringen. Das Militär, dass sich mit einer “Mitternachtserklärung” erneut ins politische Leben eingeladen habe, habe ohne Zweifel sein letztes Wort noch nicht gesprochen.

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