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EZB verzichtet auf Zinserhöhung

Die Europäische Zentralbank hat auf die noch Anfang August angedeutete Zinserhöhung verzichtet. Sie ließ den Leitzins bei 4,0 Prozent.

Hintergrund ist die US-Hypothekenkrise, der in den letzten Wochen schon zwei deutsche Banken zum Opfer gefallen sind. Eine Zinserhöhung
hätte die Krise verschlimmert, denn Bau- und andere Kredite
wären dadurch noch teurer geworden.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag erklärte, die Entscheidung werde Entlastung bei den Kreditkonditionen im Mittelstand bringen und nähre die Hoffnung, dass die Unternehmen ihre Investitionspläne aufrechterhielten. 

Um die Zinsen auch im Interbankengeschäft zu senken, die am Mittwoch
mit 4,6 Prozent den höchsten Stand seit sechs Jahren erreicht hatten,
teilte die EZB gleichzeitig den Banken weitere 42,2 Milliarden Euro
zu einem Durchschnittszins von 4,13 Prozent zu.

Die französische Wirtschaftsministerin Christine Lagarde hatte sogar
eine Zinssenkung der EZB gefordert.

Außerdem wird allgemein erwartet, dass die US-Notenbank im September ihre Zinsen sogar senkt.

Die EZB hatte seit 2005 die Zinsen von 2,0 auf 4,0 Prozent verdoppelt, um die Inflation im Aufschwung zu dämpfen.

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