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Massive Bahnstreiks in Frankreich

fotosseptember07-012.jpgMassive Streiks haben am Mittwoch den Bahnverkehr in Frankreich empfindlich gestört. Bei der staatlichen Gesellschaft SNCF verkehrten laut Firmenleitung nur 20 bis 25 Prozent der Züge. Auch in der Pariser Metro fuhr nur jeder fünfte Zug. Die Verbindungen von Köln nach Paris rollten weitgehend normal, allerdings mit Verspätungen bis zu 30 Minuten.
Bereits morgens um 6 Uhr bildete sich der erste Stau auf den Autobahnen der Pariser Region. Gegen acht Uhr hatten die Staus dort eine Länge von 220 Kilometer erreicht, hinzu kamen 80 Kilometer Staus im Rest Frankreichs, vor allem auf den Zufahrten nach Lyon, Toulouse und Lille.

Hunderttausende richteten sich darauf ein, wie 1995 mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit zu kommen. Die Bahn wollte 2000 Busse zur Verfügung stellen.
Die Streiks richten sich gegen die Kürzung von Renten in bestimmten staatlichen Firmen wie SNCF, RATP , EDF und GDF. Am Vorabend hatte CGT-Gewerkschaftschef Bernard Thibault erstmals zugstimmt, dass es Einzelverhandlungen über die Rentenregelungen in den Betrieben geben soll und nicht mehr eine globale Verhandlung gefordert.

Staatspräsident Nicolas Sarkozy empfing am Dienstag abend die Firmenleitungen, Arbeitsminister Xavier Bertrand begann Gespräche mit den Gewerkschaften.

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