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Sarkozys Absage wird negativ gewertet

sarko16507-046.jpgDie Absage des regelmäßigen deutsch-französischen Regierungstreffens durch den Präsidenten Nicolas Sarkozy ist in Berlin negativ gewertet worden. Der außenpolitische Kommentator des Handelsblattes, Andreas Rinke, schreibt am Montag:
sarko16507-048.jpg“Auch wenn die bilateralen Beziehungen derzeit offiziell von allen Seiten schöngeredet werden: Selten hat ein französischer Präsident seine Partner östlich des Rheins derart genervt. Das Dauerfeuer nicht abgestimmter Initiativen hat neues Misstrauen geweckt – ob es um die europäische Finanzpolitik, außenpolitische EU-Initiativen etwa im Tschad oder nun die umstrittenen Pläne für eine Mittelmeer-Union geht.”

Rinke fährt fort: “Ein Gutteil der Arbeitszeit deutscher Diplomatie wird heute nicht mehr der Aufgabe gewidmet, gemeinsame Projekte voranzutreiben. Sondern dafür, französische Initiativen zu entschärfen oder zumindest in für die EU oder Deutschland unschädliche Bahnen zu lenken. Bei dieser Neutralisierung hat Merkel die Erfahrung machen müssen, dass auch ihr Brüsseler Freund Barroso nicht unbedingt eine große Hilfe ist. Der Schock in Berlin war jedenfalls groß, als die EU-Kommission in der industriepolitischen Auseinandersetzung um den Kohlendioxid-Ausstoß europäischer Autos in letzter Minute auf einen französischen Vorschlag einschwenkte. Seither ist die Begeisterung für Barroso auch im Kanzleramt deutlich gesunken.”

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