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Fernsehpreis geht an Catherine Menschner für NDR/Arte-Produktion

Den deutsche-französische Fernsehpreis geht an Catherine Menschner für ihren Beitrag „Ab in den Knast – Wenn Mädchen straffällig werden“, eine Produktion des NDR für ARTE. Die Jury würdigt die Originalität des Themas: den Vergleich der Lebenswirklichkeiten von straffällig gewordenen Mädchen in Deutschland und Frankreich.

Der Autorin sei es gelungen, verstörend starke Protagonistinnen zu finden, die authentisch und bewegend sind – ohne jeden Zweifel eine investigative Rechercheleistung.

Mit dem Hörfunkpreis wird Vera Laudahn ausgezeichnet für ihre Reportagereihe „Frankreich wählt – Eine Reportagereise durch Südfrankreich“, die im April 2007 auf WDR2 ausgestrahlt wurde.

Die Autorin habe auf lebendige Art und Weise ein prägnantes und differenziertes Bild der französischen Gesellschaft vor der Präsidentschaftswahl gezeichnet. Die Jury hebt außerdem den Mut der Redaktion hervor, die eine solche Reportagereihe in einem formatierten Tagesbegleitprogramm zur besten Sendezeit platziert hat.

Ebenfalls die Präsidentschaftswahl als Thema hatte Heimo Fischer für den Beitrag „Wahlkampf in Frankreich – Momentaufnahmen“, erschienen in der „Financial Times Deutschland“ vom 10. bis 13. April 2007.

Der Autor habe in vier kurzen Reportagen aus unterschiedlichen Bereichen und Regionen ein anschauliches und informatives Stimmungsbild vom französischen Präsidentschafts-wahlkampf zu liefern. Es ist ihm gelungen, eine atmosphärische dichte Schilderung zu geben, die das Thema ohne Voreingenommenheit darstellt.

Den Nachwuchspreis, gestiftet vom Deutsch-Französischen Jugendwerk, erhält Martina Andrecht für ihre Serie „Das Leben in Paris aus Sicht einer Deutschen“ (« Vie parisienne vue par une allemande – Cinq pastilles franco-allemandes »). Die Beiträge wurden beim Fernsehsender France 3 Ile-de-France im Herbst 2007 ausgestrahlt.

Darin konfrontiert die Autorin die Franzosen liebevoll mit ihren kleinen Marotten. Die Beiträge sind originell, humorvoll, frisch, bisweilen frech aber auch informativ. Ein ausdrückliches Lob der Jury geht an die Redaktion von France 3 Ile-de-France, die den Mut zu dieser ungewöhnlichen Form der Berichterstattung hatte.

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