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Sarkozy begeht den 11. November

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat am Dienstag den 90. Jahrestag des Sieges über Deutschland begangen. Seine Hauptrede hielt er in Douaumont, wo 130.000 deutsche und französische Soldaten in Massengräbern begraben liegen. Bundeskanzlerin Angela Merkel war nicht dabei, obwohl sie eingeladen war. Statt dessen kamen Bundesratspräsident Peter Müller (CDU), der saarländische Ministerpräsident, und Hans-Gert Pöttering (CDU), der Präsident des Europa-Parlaments. Außerdem der EU-Kommissionspräsident Barroso.
In Frankreich brach derweil eine Debatte aus, ob 620 Soldaten rehabiliert werden sollten, die zum Tode veurteilt worden waren, weil sie die Angriffsbefehle missachtet hatten. Rund 1,3 Millionen Franzosen waren während des Ersten Weltkrieges getötet worden. Sarkozy deutete an dieser Stelle ein Einlenken an.

Merkel feierte derweil den 90. Jahrestag der polnischen Unabhängigkeit in Warschau.

fotosmrz08reims-298.jpgDas Foto zeigt den Eingang zur Drachenhöhle bei Reims, heute ein Museum. Hier, auf dem Chemin des Dames, war 1917 der Schauplatz einer der blutigsten Schlachten des Krieges.

Ein Kommentar zu “Sarkozy begeht den 11. November”

  1. Schneider
    12. November 2008 08:42
    1

    Warum heißt es nicht:

    90. Jahrestag des Waffenstillstands nach dem ersten Weltkrieg???

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