Das preisgekrönte Magazin für frankophile Internauten

Lamprecht liest Döblin zum Jahrestag der Revolution

Zum 90. Jahrestag der Revolution wird der Schaupieler Günter Lamprecht aus dem Geschichtsepos “November 1918” von Alfred Döblin lesen. In Anwesenheit von Bundespräsident Horst Köhler wird auch Döblins Sohn Stephan sprechen. Alfred Döblin war vor den Nazis 1933 nach Paris emigriert, 1940 über Südfrankreich in die USA.

Im Oktober 1945 ging er zunächst nach Paris und wurde dann Literatur-Inspekteur der französischen Militär-Verwaltung in Baden-Baden und Mainz.
Sein Sohn Wolfgang hatte sich 1940 in dem Vogesen-Dorf Housseras erschossen, weil er als französischer Soldat nicht in die Hände der Wehrmacht fallen wollte.

Alfred Döblin und seine Frau Erna, die 1953 erneut nach Frankreich übersiedelten, ließen sich daher 1957 dort bestatten, nur einige Kilometer von Epinal entfernt. Er hatte im Ersten Weltkrieg als Militärarzt im nahen Elsass gedient. Erna Döblin hatte sich kurz nach dem Tod ihres Mann in Paris das Leben genommen.
Lamprecht war der Biberkopf in der Fassbinder-Verfilmung des Romans “Berlin-Alexanderplatz” von Alfred Döblin.

Wann: 27. November, 19.30 Uhr
Wo: Akademie der Künste, Pariser Platz, vis-a-vis der französischen Botschaft

Mehr: http://www.adk.de/

Geben Sie einen Kommentar ab