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Sarkozy will zurücktreten und trifft Angela Merkel

Der konservative Innenminister Nicolas Sarkozy hat seinen Rücktritt bis spätestens 9. April angekündigt. In einem Interview mit dem Figaro vom Mittwoch erklärte er, an diesem Datum beginne die offizielle Wahlkampagne für die Präsidentschaftwahl am 22. April und 6. Mai
Sarkozy erklärte weiter, er wolle am 12. Februar Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen.

In Frankreich organisiert das Innenministerium die Wahl und veröffentlicht die Resultate. Sarkozy war in den vergangenen Tagen unter Druck geraten. Die Sozialisten hatten seinen Rücktritt verlangt, auch, weil der Inlandsgeheimdienst Renseignements Généraux (RG) eine Akte hat über Bruno Rebelle, den Umweltberater von Sarkozys Gegenkandidatin Ségolène Royal.

Sarkozy bestätigte, die Akte Rebelle sei angelegt worden, weil er Mitglied von Greenpeace Frankreich sei, einer Organisation die “Unruhe stifte”. Die Akte sei regelmäßig aktualisiert worden, ebenso wie unter den Linksregierungen.

Frankreichs Agenten hatte 1985 das Greenpeace-Schiff “Rainbow Warrior” im Hafen von Auckland in Neuseeland in die Luft gesprengt, weil die Organisation damit in das französische Atomtestgebiet im Südpazifik fahren wollte.

Dabei war ein Fotograf ums Leben gekommen. Einer der Brüder von Royal soll an der Aktion damals beteiligt gewesen sein.

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