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Roquefort-Bauer Bové will Präsident werden

bove.jpgDer Schafzüchter José Bové will französischer Präsident werden. Er trete an, erklärte er am Donnerstag in Saint-Denis bei Paris vor seinen Anhängern, die aus Globalisierungsgegnern bestehen.

Er wolle so die Hoffnung auf eine linke Alternative hochhalten und verstehe sich als der “Sprecher der Sprachlosen”. Es gehe ihm um einen “Aufstand der Wähler gegen den wirtschaftlichen Liberalismus”. Er sei nicht Kandidat einer Partei.

Bové ist eine französische Symbolfigur. Er war in den 70er Jahren auf die karstige Hochebene des Larzac bei Montpellier in Südfrankreich gekommen, um dort Schafe zu züchten. Die Milch wird zu Roquefort verarbeitet. Bové organisierte mit anderen linken Kleinbauern jahrelang den Widerstand gegen die Ausweitung des dortigen Truppenübungsplatzes. Später setzte er sich gegen die französische Atomrüstung ein. Seit einigen Jahren kämpft er gegen die Globalisierung.

Seine Kandidatur dürfte vor allem der Sozialistin Ségolène Royal schaden, die sich bereits im ersten Wahlgang gegen zahlreiche kleine Linkskandidaten behaupten muss, so die Trotzkistin Arlette Laguiller, die Grüne Dominique Voynet oder die Kommunistin Marie-Georges Buffet.

Foto: Jean-Marc Desfilhes/Wikipedia

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